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1. Werkstoffe / Materials |
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W.-Nr.
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DIN |
AISI (TP)
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SIS (14)
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AFNOR |
BS (GR)
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1.4301 |
x 5CrNi 18 10 |
304 |
2333 |
Z6CN 18-9 |
304 S 15 |
|
1.4306 |
x 2CrNi 19 11 |
304L |
2352 |
Z2CN 18-10 |
304 S 12 |
|
1.4541 |
x 6CrNiTi 18 10 |
321 |
2337 |
Z6CNT 18-11 |
321 S 12 |
|
1.4571 |
x 6CrNiMoTi 17 12 2 |
316 Ti |
2350 |
Z8CNDT 17-12 |
320 S 17 |
|
1.4401 |
x 5CrNiMo 17 13 2 |
316 |
2343 |
Z6CND 17-11 |
316 S 16 |
|
1.4404 |
x 2CrNiMo 1713 2 |
316 L |
2347 |
Z2CND 17-12 |
316 S 12 |
|
1.4436 |
x 5CrNiMo 17 13 3 |
316 |
2343 |
Z6CND 17-12 |
316 S 16 |
|
1.4435 |
x 2CrNiMo 18 14 3 |
316 L |
2353 |
Z2CND 17-13 |
316 S 12 |
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2.
Analysen / Analysis (DIN 17440) |
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C |
Cr |
Ni |
Mn |
Si |
S |
Mo |
Ti |
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W.-Nr.
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max.% |
% |
% |
max.% |
max.% |
max.% |
% |
min.% |
|
1.4301 |
0,07 |
17,0-19,5 |
8,0-10,5 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
- |
- |
|
1.4306 |
0,03 |
18,0-20,0 |
10,0-12,0 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
- |
- |
|
1.4541 |
0,08 |
17,0-19,0 |
9,0-12,0 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
- |
5 x % C |
|
1.4571 |
0,08 |
16,5-18,5 |
10,5-13,5 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
2,0-2,5 |
5 x % C |
|
1.4401 |
0,07 |
16,5-18,5 |
10,0-13,0 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
2,0-2,5 |
- |
|
1.4404 |
0,03 |
16,5-18,5 |
11,0-13,0 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
2,0-2,5 |
- |
|
1.4436 |
0,05 |
16,5-18,5 |
10,5-13,0 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
2,5-3,0 |
- |
|
1.4435 |
0,03 |
17,0-19,0 |
12,5-15,0 |
2,0 |
1,0 |
0,015 |
2,5-3,0 |
- |
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3. Allgemeines / General |
|
W.-Nr.
|
allgemeine Korrosionsbeständigkeit
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Anwendungsbeispiele
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1.4301/1.4306 |
gegen oxydierende Medien,
wie z.B. Salpetersäure, hat 1.4306/304 L die bessere Beständigkeit.
In anderen Medien haben beide Typen in etwa gleich gute Beständigkeit
gegen organische Säuren, wie z.B. Zitronen-, Milch- und
Essigsäure bei hoher Konzentration und mäßiger Temperatur, Weinsäure
bei verhältnismäßig hoher Konzentration und hoher Temperatur.
Anorganische Säuren, z.B. Bor- und Phosphorsäure,
Salpetersäure sowie schweflige Säure bei mäßiger Konzentration
und Temperatur sowie Salze, z.B. Sulfate, Sulfide
und Sulfite.
Der Einsatz in Schwefel- und Salzsäure ist nicht empfehlenswert. |
Die Stähle werden differenzierten
Eigenschaften gem. unterschiedlich eingesetzt in der Düngemittelindustrie
(kühler, Kondensatoren bei Ammoniakherstellung; Vorwärmer, Wärmetauscher,
Kühler und Rohrleitungen bei der Herstellung von Salpetersäure),
Kernkraftindustrie (Regelausrüstung, Zirkulationssysteme, Rohrleitungen,
Wärmetauscher).
Petrochemie und chemische Industrie (flüssig. Sauerstoff + Erdgas,
Gastrennungsanl., Hydrierung von Kohlenwasserstoffen, Ofenrohre, Vorwärmer,
Wärmetauscher, Ammoniakkühler, Absorptionskolonnen, Apparate und Leitungen
für die Sprengstoffindustrie).
Pharmazeutische Industrie, Lebensmittelindustrie, Bauindustrie usw.
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|
1.4541 |
1.4541
hat gute Beständigkeit gegen organische Säuren, z. B. Zitronen-, Milch-
und Essigsaure bei hoher Konzentration und mäßiger Temperatur, Weinsäure
bei verhältnismäßig hoher Konzentration und hoher Temperatur sowie Ameisensäure
bei schwacher Konzentration und mäßiger Temperatur;
anorganische Säuren, z. B. Bor- und Phosphorsaure sowie schweflige Säure
bei mäßiger Konzentration und Temperatur, Salze, z. B. Sulfate, Sulfide
und Sulfite.
1.4541 soll nicht in Schwefel- und Salzsaure eingesetzt werden. In Salpetersäure
ist geringere Beständigkeit als für W.-Nr. 1.4301 und 1.4306 gegeben.
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1.4541 ist aufgrund seiner
guten Beständigkeit gegen Schwefelwasserstoff und interkristalline Korrosion
und guten Warmfestigkeit ein sehr geeigneter Werkstoff für Ofenrohre und
Wärmetauscher in Anlagen für Hydrocracking und Entschwefelung. Der Stahl
wird auch in der petrochemischen Industrie in Spaltöfen zur Herstellung
von Äthylen und Vinylchlorid eingesetzt. Diese Qualität kommt auch in
großem Umfang für Wärmetauscher und Leistungsrohre in der chemischen und
petrochemischen Industrie zur Anwendung.
Wenn hohe zeitstandwerte verlangt werden, kommt der Werkstoff in lösungsgeglühter
Ausführung, z.B. für Überhitzerrohre in Dampfkraftwerken, zum Einsatz. |
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1.4401/1.4404 |
Der Mo-Zusatz bewirkt bei
diesen Stählen eine höhere Korrosionsbeständigkeit als dies bei Mo-freien
Güten der Fall ist.
Insbesondere wird hierdurch eine höhere Beständigkeit in nichtoxydierenden
Säuren, wie Essigsäure, Weinsäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure und andere,
erreicht.
Außerdem werden diese Stähle durch den Mo-Zusatz unempfindlicher gegen
Lochfraß. |
Die Stähle haben ein breites
Anwendungsspekturm, z.B. Sulfit-, Zellstoff-, Textil-, Farben-, Fettsäuren-,
Seifen-, pharmazeutische Industrie.
In der chemischen Industrie und deren Apparatebau, bei Kläranlagen, in
der Papierindustrie, vor allem auch bei höheren Chloridgehalten.
In der Architektur in aggressiver Atmosphäre (Seeluft, verunreinigte Industrieluft)
usw. |
|
1.4435 |
1.4435 hat gute Beständigkeit
gegen organische Säuren, z.B. Zitronen-, Milch-, Ameisen-, Wein- und Essigsäure,
bei hoher Konzentration und Temperatur.
Anorganische Säuren, z.B. Bor-, Phosphor- und Salpetersäure sowie schweflige
Säure, bei mäßiger Konzentration und Temperatur. der Stahl kann auch in
Schwefelsäure niedriger Temperatur bei Konzentrationen unter 10 % oder
über 90 % eingesetzt werden.
Salze, z.B. Sulfate, Sulfide und Sulfite. |
Düngermittelindustrie:
Wärmetauscherrohre, Hochdruckrohre, Leitungen usw. für Harnstoffherstellung
und andere Düngemittelprozesse.
Gummiindustrie: Apparate zur Herstellung von synthetischem Gummi.
Kunststoffindustrie: Apparate für Polymerisationsprozesse, Wärmetauscher,
Rohrsysteme und Leitungen.
Nahrungsmittelindustrie: Wärmetauscher, Kühlanlagen und Leitungen,
wo Stahl vom 18/8-Typ nicht zufrieden stellende Korrosionsbeständigkeit
bieten.
Petrochemische Industrie: Kondensatoren, Rohrschlangen, Wärmetauscher,
Rohleitungen.
Textilindustrie: Dampfschlangen in Färbereiküpen, Thermometerschutzrohre,
Leitungen.
Zellstoffindustrie: Wärmetauscher, Leitungen, Walzen.
|
|
1.4571 |
Die Korrosionseigenschaften
von 1.4571 sind in etwa vergleichbar mit W.-Nr. 1.4401. Der Stahl hat
gute Beständigkeit gegen die meisten Säuren (nicht aber Salzsäure und
Schwefelsäure) auch bei hohen Konzentrationen und Temperaturen.
Im vergleich mit unstabilisierten Stählen hat 1.4571 bessere Beständigkeit
gegen interkristalline Korrosion. Der Titanzusatz verhindert Ausscheidung
von Chromkarbiden in den Korngrenzen bei langzeitiger Erwärmung im Temperaturgebiet
von etwa 450-850 °C. |
Chemische und petrochemische
Industrie, z.B. für die Herstellung von Fettsäuren, Stickstoffdüngemitteln,
synthetisches Gummi, Kondensoren, Wärmeschlangen, Wärmeaustauscher, verschiedene
Leitungen.
Textilindustrie: Färbestöcke, Walzen in Jiggern, Danpfschlangen
in Färbereiküpen, Bobinen, Stoffhaspeln, Thermometerschutzrohre, Leitungen.
Sulfitzellstoffindustrie: Wärmeaustauscher, Leitungen. |
Dies ist eine grobe Beschreibung
der Stahltypen zu Ihrer Information und Orientierung.
Eine Gewähr wird in keinem Fall übernommen!
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